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sh

Texterin in einer Kommunikationsagentur in Zug, Requisiteurin beim Gastspieltheater Zürich, Skilehrerin, Büro-Mitarbeiterin, längere Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken… und seit ein paar Jahren bildende Künstlerin: die Zugerin sh, 1964 geboren, lebt ein wechselvolles Leben mit intensiven Erlebnissen in unterschiedlichsten Erfahrungsräumen.
Ihr furchtloser und belustigt-ehrlicher Blick auf das Erlebte und ihre Gegenwart, auf das Absurde, Abstruse und Verstörende, auf Ersehntes und Verlorenes, bereitet den Boden, auf dem ihre Werke entstehen. Sie arbeitet dabei mit einer Bildsprache von grösster Einfachheit und schafft Werke, als wären es gemalte Haiku: zwei einfarbig gezeichnete Stühle auf monochromem Hintergrund, in Beziehung zueinander gesetzt – schlichte Kompositionen mit zerdrückten Kreisen oder mit zittrig-verwickelten Kohlespuren auf Flächen – einfache Formen gefüllt mit wenigen Farben – kohle-umrandete Tiergestalten, monochrom gemalt usw.

     

Diese Werke mit ihrem verletzlichen, ungekünstelten Strich und ihrer entwaffnenden Reduktion setzen sich ungeschützt und selbstverständlich dem Blick des Betrachters/der Betrachterin aus. Oft unterstützt durch prägnante Werktitel laden sie zu einer assoziativen Auseinandersetzung ein, in der sich hinter der Schlichtheit Tiefe und Weite eröffnet.
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