Idee / Leitbild / Statuten - Kubeis

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Idee / Leitbild / Statuten

Künstlerisches und soziales Zentrum

Der Verein Kunst & Behinderung Innerschweiz betreibt seit März 2013 eine Kunstwerkstatt in Cham als Innerschweizer Zentrum für künstlerisch begabte Menschen, die gesundheitlich bedingt auf einen unterstützenden Rahmen angewiesen sind. Die Kunstwerkstatt ist eine kantonal anerkannte und der IVSE unterstellte Tagesstätte für Menschen mit Behinderung.


Das Angebot richtet sich an Menschen mit psychischen, geistigen oder körperlichen Beeinträchtigungen. Sie sind in der Regel IV-berentet oder in einer IV-Massnahme.
Sie
finden in sich das Interesse und die Ausdauer, kontinuierlich künstlerisch tätig zu sein und Eigenes zu schaffen.



  • Künstlerische Förderung: Die teilnehmenden Kunstschaffenden erhalten die Gelegenheit, ihre künstlerische Kompetenz zu entwickeln und zu erweitern. Sie werden nach ihren Bedürfnissen mit Arbeitsmaterialien unterstützt und individuell künstlerisch gefördert.


  • Beratung und Begleitung: Die teilnehmenden Kunstschaffenden werden nach ihrem Bedarf professionell psychosozial unterstützt.


  • Soziale Integration: Die teilnehmenden Kunstschaffenden gehen in der Kunstwerkstatt einer kontinuierlichen Tätigkeit nach. Die regelmässigen Begegnungen und der Austausch mit anderen Kunstschaffenden in vergleichbarer Ausgangslage wirken sozialer Isolation entgegen.



Die Werke der Kunstschaffenden werden an Ausstellungen der Öffentlichkeit gezeigt und zum Kauf angeboten. Die Kunstschaffenden erhalten so eine Resonanz auf ihre Arbeit.
Die Öffentlichkeit erhält die Möglichkeit, sich
mit Kunst von Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen auseinanderzusetzen.


Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen erwachsene Menschen mit ihren künstlerischen und sozialen Kompetenzen.

Das Leitbild des Trägervereins Kunst & Behinderung Innerschweiz formuliert die Leitplanken der Projektentwicklung.

Verein Kunst & Behinderung Innerschweiz

Der Trägerverein Kunst & Behinderung Innerschweiz ist Ansprechspartner für eine Zusammenarbeit mit der öffentlichen Hand, mit Sozial-Versicherungen oder mit privaten Geldgebern. Er ging am 16. April 2012 aus dem zuvor bestehenden Förderverein hervor. Dieser war am 21. Oktober 2010 an einer Versammlung mit ca. 40 Personen gegründet worden.

Statuten

Zeitungsberichte über die Kunstwerkstatt

2018
Ausstellung "Alltagsleben - alle Tage leben" in der Altstadthallte Zug (Chomerbär, November 2018)
und "Jeder interpretiert den Alltag anders" (Zuger Zeitung, 28. November 2018)


2017
Ausstellung "im gleichgewicht" in der Altstadthalle Zug (Chomerbär, November 2017) und
"Stabilität und Halt" (Zuger Zeitung, 4. Dezember 2017)

Ausstellung "Mutter Erde bittet zu Tisch" in der Ital-Reding-Hofstatt, Schwyz: "Kubeïs zu Gast in der edlen Hofstatt" (Luzerner Zeitung, 18. Mai 2017) / "Ital-Reding-Hofstatt ganz im Zeichen der Natur" (Bote der Urschweiz, 20. Mai 2017)

2016
Ausstellung Andreas Tschappu "Landschaften - Bahnen - Bars & schöne Frauen" ("Er schafft mit seiner Kunst fantasievolle Miniaturwelten")

Ausstellung bei Dr. med. Hans Ruedi Mächler, Schindellegi: "Drei Schwyzer Künstler stellen aus" (Höfner und Marcher Anzeiger)

2015
Jahresausstellung "Kunst auftischen - Kunst auf Tischen": Vorschau ("Vollwertige Kunst ohne 'Behinderten-Rabatt'")/ Ausstellungsbericht ("Hier wird Kunst aufgetischt").


Chamer Biennale - Vorschau I ("Kesselhaus wird Kunsttempel")/ Vorschau II ("Die Kunst setzt sich in Szene")

Zukunft der Kunstwerkstatt ("So kann der Kanton nichts sparen")

2014
Ausstellung "Lichtblicke" - Vorschau ("Einzigartige Künstler stellen bald in Zug aus") / Bericht ("Ausstellung startete leuchtend")

Ausstellung "Sieben Dialoge" ("Im Dialog entstehen Kunstwerke")

2013
Tag der offenen Tür ("Hier werden Herzen berührt")


Eröffnung ("Die etwas andere Werkstatt hat eröffnet")

2012: Probebetrieb und erste Ausstellung ("Kreativ zur Lebenskraft finden")

2011: Die Idee ("Ein Zentrum für etwas andere Künstler geplant")


Barbara Bachmann Initiantin der Kunstwerkstatt
Auszug aus dem Rückblick nach der Pensionierung 2019


«Seit der Idee zur Institution Kubeïs, Kunstwerkstatt an der Lorze, 2007 sind 12 Jahre vergangen. Ein langer Weg, der für mich mit einem Studium in Kulturmanagement an der Uni Basel begann. Um eine «solide Kunstinstitution mit Zukunft» aufzubauen, benötigt es Wissen zur Finanzierungsweise, zu Marketing, zu … Rückblickend brauchte es auch: Freude, Begeisterungsfähigkeit, Glück und ein unerschütterliches Vertrauen, den 'richtigen' Menschen zu begegnen, die beim Aufbau behilflich sein werden.


Bereits bei den inspirierenden Recherche-Reisen zu bestehenden Kunstinstitutionen für Menschen mit Beeinträchtigungen wie den Gugginger Künstlern in Wien wurde mir viel Offenheit entgegengebracht. An der Uni Basel fand ich glücklicherweise in den Mitstudentinnen Erika Weber und Regina Klaus wesentliche Unterstützung bei der Diplomarbeit für die aufwändige Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie zum Aufbau einer Kunstwerkstatt in der Innerschweiz.

Im Herbst 2009 konnte ich Mathys Wild für den Aufbau von Kubeïs gewinnen. Anfangs 2010 ging es los mit der Suche von Vorstandsmitgliedern für den Förderverein, den Konzeptbeschrieben, Finanzgesuchen, ersten Gesprächen mit dem Kantonalen Sozialamt Zug...

Dank erfolgreichem Fundraising konnten wir ab April 2012 ersten Kunstschaffenden mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen im ehemaligen Kunstambulatorium in Baar an Freitagen ein 'Probeatelier' anbieten. Zudem bestritten wir drei Ausstellungen. Insgesamt ein Weg, der Geduld, Mut und Ausdauer erforderte. Neben dem 80%-Job in der Klinik blieb nicht so viel Energie einzusetzen, wie es mir lieb gewesen wäre. Doch gelang es, ein gelebtes Bedürfnis nachzuweisen. Mit Erfolg!

Was 2009 als Diplomarbeit zu Papier gebracht worden war, wollte ab März 2013 in die Tat umgesetzt werden. Mit Mitteln aus dem Kantonalen Lotteriefonds startete Kubeïs als Tagesstätte, der Trägerverein zeichnete verantwortlich. In Co-Leitung begannen Lukas Meyer und ich Kubeïs stetig aufzubauen und weiterzuentwickeln.

Heute erachte ich es als Privileg, dass ich die Essenz meines Berufslebens mit den Schwerpunkten Sozialpsychiatrie und Kunst in die konzeptionelle Gestaltung einer Institution einbringen durfte. Pionierzeiten tragen es in sich! Strukturen, Regeln, Ausnahmen müssen oft auch über '
Wachstumsschmerzen' erprobt sein oder neu gefunden. Umso ermutigender, welche Entwicklungen nicht nur die Institution, sondern auch die Kunstschaffenden für sich erarbeitet haben.

Von tiefgreifender Dankbarkeit erfüllt, möchte ich mich von allen Weggefährten verabschieden, die mit ihren herzlichen Gesten und Tatkraft geholfen haben, Kubeïs zu einem lebendigen Ort des Kunstschaffens zu machen. Insbesondere ein grosses Danke den engagierten Vorstands- und den Teammitgliedern, die mit Herzblut weiter zum Gedeihen von Kubeïs beitragen.

Es gibt unterschiedliche Arten der Welt ein Geschenk zu machen. Deshalb herzhaften Dank an euch Kubeïs-Kunstschaffende. Das Unterwegssein mit euch und euer Vertrauen haben bei mir freudvolle Spuren hinterlassen
eure Bilder sind Zeugen eures Geschenkes an die Welt.»

 
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